Streit bei der Stupa-Wahl in Duisburg-Essen – die geklaute Wahlurne
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Wahldebakel können auch im Kleinen beginnen – an der Universität Duisburg-Essen scheiden sich seit Sommer die Geister und mehrere Gerichtsverfahren wurden bereits eingeleitet, weil der Asta und die Opposition einfach nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen.
Nachdem bereits der erste Wahlgang im Sommer gestoppt werden musste, weil die Wahlzettel nicht fälschungssicher waren, sollte Ende November nun endlich das neue Studierendenparlament bestätigt oder eben neu besetzt werden. Ein Vorhaben, das darin endete, dass der Vize des Asta die Druckerpatronen aus dem Wahlzettel-Drucker entfernte und die Wahlurne vom Wahltisch klaute und an einem geheimen Ort versteckte.

Was klingt wie nach einer amerikanischen Teenie-Komödie bei der Wahl zur Abschlussballkönigin ist so an der Uni Essen-Duisburg tatsächlich passiert. Im Mittelpunkt steht dabei die Fehde zwischen dem aktuell gewählten Asta und der Opposition, der sich schon seit Semestern hinzieht und in einer anonymen Anklage von Seiten der Opposition gipfelte, einzelne Asta-Mitglieder hätten einen fünfstelligen Betrag der Studentengelder entwendet. Diese Anschuldigungen werden inzwischen von der Staatsanwaltschaft Essen überprüft.
Nun standen sich noch nicht gewählte Unabhängige, Jusos, die Linke Liste und die aktuellen Mitglieder des Astas erneut in einer Wahl gegenüber. Wege eines Formfehlers – aufgrund eines Feiertags war die Frist zur Einreichung von Wahlvorschlägen um einen Tag nach hinten verschoben worden – erklärte der Asta die Wahl für irregulär. Obwohl der Richterspruch entschied, dass die Wahl erst im Nachhinein geprüft werden solle, handelte der Vizechef des Asta nun einfach auf eigene Faust und sabotierte nach Meinung seiner politischen Gegner die Wahl. Nun hütet der Anwalt des Asta die entwendete Wahlurne und die Studierenden der Uni Essen-Duisburg, die einfach nur ein neues Studierendenparlament wählen wollen, fragen sich, wie lange sich die Fehde wohl noch hinziehen wird. Alles Weitere zum Thema unter http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,801379,00.html.
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Haben jetzt sogar schon die Soft Skills ausgedient?
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Früher bekam man in seiner Ausbildung – vor allem in der Schule – bloßes Fachwissen mit auf den Weg. Es ging um den Inhalt, um Wissensanhäufung, oftmals auch um das Auswendiglernen. Je mehr Wissen man abrufen konnte, runterrattern konnte, desto besser. Die Diskussionen an den Universitäten waren stets fachlich grundiert und schwebten nicht im luftleeren Raum.
Heutzutage geht es weniger um Wissen als um Kompetenzen. „Sie müssen Ihre Soft Skills ausbauen“, hörten Absolventen von Weiterbildungen, Bewerber im Bewerbungstraining und auch schon die Schüler in der Oberstufe. Soft Skills, das sind zusätzliche Kompetenzen, die weniger auf den Inhalt als auf die Form zielen. Es geht darum, wie man arbeitet, wie man sich und seine Ideen präsentiert, es geht um Teamfähigkeit, Führungsqualitäten, Kommunikation, um die Kenntnisse im Umgang mit Computer und Fremdsprachen. Zeitweilig schien es schon so stark in den Vordergrund gerückt zu sein, wie man sich selbst verkaufen konnte, dass die Realität, die dahinter steckte, geradezu in den Hintergrund rückte.

Inzwischen können viele Personalchefs das Pochen auf die Soft Skills nicht mehr hören. Der perfekte Bewerber mit dem perfekten Lebenslauf, der sich durch sein ausgeprägtes Einfühlungsvermögen in allen Situationen richtig verhält. Inzwischen interessiert man sich für die Lebenserfahrung und dazu gehört, dass man im Leben auch schon mal gescheitert ist. Mal sehen, wie die Uniabsolventen das Gescheitert und wieder Aufgestanden sein – denn Letzteres gehört natürlich auch dazu – bald in ihren Lebensläufen inszenieren werden…
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Praktikanten-Ausbeutung: Ändert sich jetzt endlich was
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Für die meisten Studenten ist es leider Normalität: Praktika sind unterbezahlt, manchmal auch gar nicht bezahlt, arbeiten soll man aber meistens wie eine normal bezahlte Kraft. In ganz besonders dreisten Fällen sind Überstunden angesagt, Kaffeekochen gehört in das Arbeitsfeld und das eigene Auto darf man auch noch mit zur Praktikumsstelle bringen…
Und doch bleibt den Studis kaum eine Wahl, denn ohne Praktikum keine Berufsaussichten und wer ein Praktikum wegen schlechter Bedingungen ablehnt, weiß, dass hinter ihm jede Menge Nachfolger stehen, die das Praktikum auch zu schlechten Bedingungen trotzdem machen werden.
Verbesserte Bedingungen lassen sich also nicht von selbst regulieren und so wäre es Aufgabe von oben, die Ausbeutung der Praktikanten zu stoppen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat nun einen Praktikanten-Ratgeber herausgegeben, der Abhilfe schaffen soll. Unter http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,782628,00.html kann man nachlesen, warum die Praktikanten nichts bekommen und wie sich das ändern ließe. Auf rund 60 Seiten findet man rechtliche Hinweise und Vertragsvorlagen, Erklärungen zu Urlaubsansprüchen, Versicherungen und Bezahlung, aber eben nur Hinweise. Die Effektivität der Broschüre ist fragwürdig, da sie im Grunde nur erneut all jene Regelungen aufführt, die ohnehin schon immer Bestand hatten. Weitergehende Maßnahmen, dass sich die Arbeitgeber auch einmal an diese Regelungen halten, gibt es damit immer noch nicht.
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Den richtigen Masterstudiengang finden
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Kaum hat man als Student nach sechs Semestern mit dem Bachelor schon den ersten universitären Abschluss in der Tasche, stellt sich unweigerlich die Frage wie die Gestaltung der beruflichen Laufbahn zukünftig aussehen soll. Ob man sich für den direkten Berufseinstieg entscheidet oder nicht – die Möglichkeit noch zusätzlich einen Master zu erwerben haben alle Bachelorabsolventen. Wer sich definitiv für den Schritt zu einem weiterführenden Studiengang entscheidet steht allerdings zunächst vor der Frage: Welcher Master ist der richtige für mich? Um diese Entscheidung treffen zu können gilt es zunächst, sich über die vorhandenen Masterstudiengänge zu informieren. Doch alle Internetseiten und Broschüren von den Universitäten durchzusehen, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen, kann eine Menge Zeit und Nerven kosten. Für alle Studenten und Absolventen bietet deswegen die Datenbank von Mastermap einen umfassenden Überblick über einen Großteil der in Deutschland angebotenen Masterstudiengänge. Durch gefilterte Suchkriterien wie Fachrichtung, Bundesland und Art des Studiums wird die Suche nach einem passenden Masterstudiengang erleichtert. Rund 90 der dort insgesamt über 2500 eingetragenen Masterstudiengänge werden darüber hinaus detailliert im Porträt vorgestellt, mit Angaben zur Hochschule, Besonderheiten des Studiengangs, -inhalten und -verlauf sowie Berufsperspektiven. Jeweils wöchentlich werden neue Studienangebote in die Datenbank mitaufgenommen. Wer sich vorab ausreichend informiert, angebotene Suchdienste nutzt und anschließend die Informationen der Unis gründlich durchschaut, der sollte sicherlich zu Beginn des Semesters einen passenden Masterstudiengang für sich gefunden haben.
Ökologischer und nachhaltiger Teeanbau
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Tee ist nach Wasser das meistkonsumierte Getränk der Welt. Ökologische Tees nehmen immer mehr an Beliebtheit zu. Was aber zeichnet ökologische Tees besonders gegenüber konventionellen Tees aus? Generell unterliegen ökologische Lebensmittel und Getränke gesetzlichen Grundlagen, wie der EG-Verordnung und den internationalen Richtlinien der IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements).
Beim kontrolliert ökologischen Anbau wird der einzelne Betrieb als Einheit betrachtet, der das Ökosystem schützt und versucht, es immer wieder neu aufzubauen. Es werden weder synthetische Pestizide und Stickstoffdünger, noch leichtlösliche Phosphate oder chlorhaltige Kalidünger eingesetzt. Unter Verwendung von Kompost und einer umsichtigen Nutzung der Anbauflächen werden die Böden nachhaltig gepflegt. Eine ökologische Nachhaltigkeit ist darauf ausgerichtet, die Natur und Umwelt für nachfolgende Generationen zu erhalten.
Auch einige konventionelle Hersteller arbeiten bereits an nachhaltigen Tee-Projekten, die der Umwelt zu Gute kommen. Produkte, wie Tees, werden in den letzten Jahren immer häufiger in sogenannten „Fair Trade“ Handelspartnerschaften erzeugt. Damit sollen die Anbauer verbesserte Marktchancen, stabilere Einkommen und menschenwürdige Arbeitsbedingungen erhalten. Nicht alle „Fair Trade“ Produkte sind ökologisch erzeugt. Nur ökologische Tees sind laut Gesetz frei von künstlichen Aromen und werden grundsätzlich ohne Gentechnik hergestellt. Ökologische Tees gibt es in großer Vielfalt vom Grünen Tee bis zum Früchtetee – ein guter Schluck Nachhaltigkeit.
Vision Clearance Engineer? Regulatory Affairs Manager? Was ist das?
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„Und was willst du später damit machen?“ Diesen Satz können die meisten Geisteswissenschaftler nicht mehr hören und wechseln lieber schnell das Gesprächsthema, bevor ihr Philosophie-, Altorientalistik- oder Geschichtsstudium zur Sprache kommt. Denn die ständige Rechtfertigung vor denen, die halt BWL studiert haben oder Ingenieurswissenschaft nervt.

Es gibt aber noch eine ganz andere Gruppe von Studenten, nämlich die, die auf ihre Antwort, was sie denn studieren die Frage „Was ist das denn?“ zu hören bekommen. Es sind meistens Studenten moderner und sehr spezialisierter Studiengänge wie Compliance Officer, Bildungscontroller oder Waste Removal Managager.
Einerseits ist es ja ganz lustig, wenn im Small Talk mal wieder alle nur Bahnhof verstehen, wenn man von seinem Studium berichtet, auf der anderen Seite hat das aber natürlich auch negative Nebenwirkungen. Dass viele der modernen Berufsbilder allgemein so unbekannt sind, führt dazu, dass sich Abiturienten für diese Studiengänge gar nicht erst bewerben. Obwohl sie oftmals gute Berufsperspektiven bieten und vielleicht sogar in das Interessengebiet der potenziellen Bewerber passen würden.
Viele Studiengänge haben aber auch einfach ihre Bezeichnung an den internationalen Markt angepasst und werden deshalb von manchen Interessenten nicht wiedergefunden. Die Mehrzahl der neuen Bezeichnungen für Studiengänge markiert jedoch eine Anpassung an den Wandel der Anforderungen im jeweiligen Beruf. Neue Aufgaben fordern ein neues Bewerberprofil und um dies zu erlangen, lohnt es sich die Studiengangsbezeichnungen ganz genau zu differenzieren. Welche kuriosen Studiengänge noch so zu finden ist, steht auf www.sueddeutsche.de .
Verstand gegen Bauchgefühl – Studienabbruch ja oder nein?
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Zukunftsangst, Prüfungsdruck und die Ungewissheit, ob das, was man gerade studiert, wirklich das Richtige für einen ist. Vielen Studenten geht es täglich durch den Kopf, aber der Schritt, sein Studium tatsächlich abzubrechen, ist ein schwieriger, der wohlüberlegt sein will. In den ersten ein, zwei Semestern ist es dabei weniger problematisch, als wenn man bereits einen großen Teil des Studiums hinter sich hat, vielleicht gar vor der großen Hürde des Abschlusses steht. Aber gerade dann kommt oft ein Berg an Arbeit auf die Studenten zu, der sie zum kapitulieren bringt.

Oder die Berufspraxis, die man bislang immer sorglos vor sich hergeschoben hat, wird langsam real und man muss sich mit der Frage beschäftigen: Ist dies wirklich der Bereich, in dem ich den Rest meines Lebens arbeiten will? 24 Prozent eines Studiengangs verlassen die Uni ohne Abschluss – es handelt sich also um keine Einzelschicksale, sondern um ein Problemfeld, bei dem nur im Einzelfall entschieden werden kann, ob es besser ist, auf die Zähne zu beißen und das Studium durchzuziehen oder man auch längerfristig glücklicher wird, wenn man abbricht.
Während für viele zur Schulzeit alles in geregelten Bahnen verlief, muss man an der Universität die Selbstdisziplin üben. Gleichzeitig trägt man auch selbst die Verantwortung für den Weg, den man einschlägt, während man zuvor einfach meist versucht, die bestmögliche Schulbildung zu genießen. Psychologen raten, sich vor dem Studienabbruch einige entscheidende Fragen zu stellen, unter anderem: Liegt das Problem wirklich am Studium? Studiert man das Fach, das man studieren wollte? und Hat man bereits Alternativen im Kopf? Wer mit sich kämpft, für den ist der Artikel unter www.zeit.de garantiert hilfreich!
Kairo – Der Kampf um die freie Universität
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Die Studierenden waren die ersten auf dem Kairoer Tahrir, von dem die Proteste gegen das Mubarak Regime ausgingen und die Demokratiebewegungen mehr soziale Gerechtigkeit und Mindestlöhne forderten. Doch die ägyptische Revolution geht weiter. Die Redefreiheit auf dem Campus und die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung auch über Professoren wurde bereits erwirkt. Doch die Studenten sind noch nicht zufrieden. Weiterhin werden Blogger, die sich kritisch über die militärische Situation des Landes äußern, verfolgt und bestraft.

Die Mubarak-Regierung habe das Volk betäubt, so die Studenten. Freie Wahlen des Universitäts-Präsidenten, Forderungen nach wissenschaftlicher Freiheit und die Einsetzung unabhängiger Studierendenvertreter wurden unterdrückt und verboten. Die ersten Absetzungen von nationalistisch geprägten Mitarbeitern rufen bei den protestierenden Studenten jetzt Euphorie hervor und die Hoffnung, dass an diese Stellen nun fähigere Leute kommen werden.
Die Universität Kairo, insbesondere das politikwissenschaftliche Institut, gelten als „Think Tank“ der zukünftigen Demokratie. Unvorstellbar, dass ausgerechnet hier korrupte Lehrende weiterhin arbeiten können, sagen die Studierenden. Sie bringen momentan neue Diskussionsgruppen in Bewegung und hoffen, im Zuge der Revolution auch eine freie Universität schaffen zu können. Einen interessanten Artikel zum Thema gibt es auf www.zeit.de.
Wir kriegen Euch alle! Uni Heidelberg prüft Plagiatsvorwürfe gegen Silvana Koch-Mehrin trotz Rücktritt
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Kalkül auch im Niedergang. So in etwa dürfte Koch-Mehrin sich ihren Abgang von der politischen Bühne vorgestellt haben: Bevor der Wirbel um die Plagiatsvorwürfe gegen mich und meine Dissertation zu groß zu werden droht (die arme Familie), lege ich meine politischen Ämter nieder und hoffte darauf, dass die Vorwürfe möglichst bald im Sande verlaufen. Das zumindest dürfte ihr ganz persönlicher Rückschluss aus der Causa zu Guttenberg gewesen sein. Schadensbegrenzung um jeden Preis, Demut vor dem Amt zeigen, fertig! Doch da hat die ohnehin nicht für ihren Fleiß bekannt gewordene Koch-Mehrin (heute nicht, morgen nicht, und übermorgen auch nicht) ihre Rechnung ohne die begründete Hartnäckigkeit der Uni Heidelberg gemacht. Für selbige ist die Niederlegung aller Ämter nämlich kein Grund, mit der Prüfung der Vorwürfe aufzuhören. Im Gegenteil…
Vielmehr bleibt die wirtschaftshistorische Dissertation, die Silvana Koch-Mehrin 1999 in Heidelberg einreichte und 2001 veröffentlichte, bis auf weiteres im Fokus der Prüfkommission. Nach dem Vorbild zu Guttenbergs kursieren auch schon wieder auf der Internetplattform „VroniPlag Wiki“ Untersuchungen darüber, ob und wo die FDPlerin abgeschrieben haben soll. Auf 56 von 201 Textstellen sollen bereits Plagiate nachgewiesen worden sein. Textstellen von 15 Quelltexten wurden teils wörtlich übernommen und nicht angegeben. Den Artikel zum Nachlesen gibt’s unter www.spiegel.de.
Neben Karl-Theodor zu Guttenberg wurde zuletzt auch Stoiber-Tochter Veronica Saß der Doktortitel aberkannt – auch hier dank der Unterstützung anonymer Helfer im Internet. Es mag sich die Frage stellen, inwiefern es vertretbar ist, dass so viele Leute unter dem Deckmantel der Anonymität im Internet andere denunzieren können. Kritiker der Fehde gegen die betrügerischen Politiker beanstanden, dass in allen anderen Berufssparten ebenfalls zu Unrecht anerkannte Doktoren zu finden seien.
Dennoch sollte geistigem Eigentum ein ebenso hoher Wert wie allem übrigen Eigentum gewährt werden und der Betrug nicht als kleine Schummelei abgetan werden. Für Silvana Koch-Mehrin scheint es momentan jedenfalls keinen stillen Rückzug aus der Plagiatsaffäre geben zu können. Und zur derzeitigen Hochkonjunktur der Überprüfungen von Plagiaten sollten auch alle anderen promovierten Politiker noch einmal einen genauen Blick in ihre Dissertationen werfen und prüfen, ob sie einer Untersuchung standhalten könnten. Bleibt festzuhalten: Der Ehrliche ist eben nicht immer der Dumme!
Darf ich bitte studieren? – Chaos um Zulassungen und Numerus Clausus
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Die ganze Schulzeit über ist es einem gar nicht so bewusst: Die Noten zählen eben doch. In der Oberstufe, wenn man dann erfährt, dass es in der Schule nicht allein um die Versetzung geht und beim Abi auch nicht nur darum, dass man es besteht, ist es für viele schon zu spät. Wenn die Abschlussnote nicht stimmt, dann bleiben einem viele beliebte Studiengänge verschlossen. Nicht nur die üblichen Verdächtigen Medizin, Pharmazie oder Psychologie.
Oft sind es gerade untypischere Studiengänge – Medienwissenschaft, Regionalwissenschaften Lateinamerika, Politikwissenschaft – die aufgrund einer geringeren Anzahl an Studienplätzen einen hohen Numerus Clausus aufweisen. Oftmals gelingt ein Einstieg in diese Fächer jedoch durch eine bestimmte Anzahl an Wartesemestern ziemlich schnell, während die Zahl der Wartesemester für Medizin so hoch ist, dass viele Abiturienten jahrelang warten müssten, bevor sie das ebenfalls lang andauernde Medizinstudium aufnehmen könnten.
Die Schüler werden zudem immer wieder in Verwirrung gebracht, wenn es darum geht, wo und wie man sich denn jetzt eigentlich für welches Fach bewerben soll. Für einige Fächer bewirbt man sich bei der ZVS. Die heißt aber inzwischen Stiftung für Hochschulzulassung. Manche Universitäten verwenden inzwischen eigene Verfahren zur Feststellung der Studientauglichkeit. Für Kunsthochschulen muss man sich ohnehin über gesonderte Bewerbungsverfahren zu speziellen Fristen bewerben.
Für die meisten anderen Studienfächer entscheidet der NC, wobei man aber auch die Möglichkeit hat, Studienplätze, für die man abgelehnt wurde, im Nachrückverfahren doch noch zu bekommen. Alles in allem gibt es also allen Anlass, um einmal etwas Ordnung in das Durcheinander zu bringen. Auf www.zeit.de werden alle offenen Fragen rund um Zulassung und Numerus Clausus beantwortet. Das Lernen für die guten Noten kann es zwar auch nicht ersetzen, wenn man sich im „Bewerbungsdschungel“ auskennt, aber zumindest weiß man dann mal, wozu es gut ist!











