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Sind wir nicht alle normal? – Autisten an der Uni

Posted by Professor Recherche

Man rechnet gar nicht damit, wenn man neben seinen Kommilitonen in der Vorlesung sitzt, aber für manche von ihnen sieht der Alltag an der Uni ganz anders aus. Menschen, die an leichten Formen des Autismus, zum Beispiel am Asperger Syndrom leiden, verfügen oftmals über eine außergewöhnlich hohe Intelligenz in bestimmten Fachbereichen und sind daher an der Uni zu finden, wo sie studieren, oft auch promovieren.

Für Autisten ist der Alltag nicht einfach, da man ihnen ihre Behinderung jedoch nicht ansieht, wird selten Rücksicht genommen und häufig verschweigen die betroffenen Studenten ihren Kommilitonen ihren Autismus auch. Wie sozial inkompetente Strebertypen kommen vom Asperger-Syndrom betroffene Studenten oftmals rüber, dabei liegt das Hauptproblem darin, dass sie sich jede einzelne soziale Konvention über eigens entwickelte Systeme anlernen müssen. Das beginnt an dem Punkt, dass sie oftmals an Gesichtsblindheit leiden, was bedeutet, dass sie Bekannte in der Menge nicht grüßen und endet in Schwierigkeiten, Empathie zu empfinden, Smalltalk zu führen, in Orientierungslosigkeit und Berührungsängsten.

Dagegen angehen können viele mit Merkmalsystemen, über die sie sich bekannte Gesichter einprägen, mit einer Durchnummerierung der Kleidung, um zu wissen, welche Hosen und Oberteile zusammenpassen und im Auswendiglernen von Fragen, die man im Smalltalk stellen könnte. Wichtig zu wissen ist, dass die Merkmale des Autismus individuell sehr verschieden ausgeprägt sein können. Und vielleicht sollte man sich dann in Zukunft genauer überlegen, bevor man sich über den Fachidioten in der ersten Reihe lustig macht. Denn die meisten Autisten würden sich über soziale Kontakte freuen. Einige interessante Porträts findet ihr auf Spiegel-online.

Harvard, MIT, Cambridge? Wo sind die besten Unis weltweit?

Posted by Professor Recherche

Die Times hat auch in diesem Jahr wieder ihr globales Ranking der Universitäten mit dem größten Rennommee veröffentlicht. 13.000 Akademiker aus 131 Ländern wurden befragt, welche Universität den besten Ruf hat. Und wieder einmal wird deutlich, dass der Elitekampf vor allem in den USA wütet. Unter den Top Ten befinden sich sieben US-amerikanische Hochschulen, unter den Top 100 sind es 45, also fast die Hälfte.

Unangefochten auf dem ersten Platz steht die altehrwürdige Harvard University. Den Kampf um die vorderen Plätze tragen die USA und Großbritannien unter sich aus, denn auch die britischen Hochschulen in Cambridge und Oxford genießen einen exzellenten Ruf. Ansonsten schafft es nur noch eine weitere außeramerikanische Uni unter die ersten Zehn: Die University of Tokyo.

Und wie stolz darf man sein, wenn man an einer deutschen Hochschule studiert? Immerhin vier Universitäten aus Deutschland wurden in das Ranking aufgenommen. Die TU und LMU München, die Humboldt-Uni in Berlin und die Heidelberger Universität sind die angesehensten.

Natürlich stellt sich die Frage, wie aussagekräftig das Ranking ist. So stützte sich das Ergebnis in Deutschland auf die Angaben von gerade mal 182 Wissenschaftlern. Eine fragwürdige Angelegenheit, wenn man bedenkt, dass Rankings oft große Schwankungen von Bewerberzahlen zur Folge haben und damit die Finanzen der Hochschule beeinträchtigen, dass sie das Interesse von Hochschuldozenten und der Politik beeinflussen.

Wer sich näher mit dem Thema Uni-Rankings und guter Ruf beschäftigen möchte, findet den informativen Artikel hier: www.spiegel.de und das entsprechende Ranking hier: www.timeshighereducation.co.uk. Die Entscheidung, an welcher Universität man studieren möchte, sollte man aber nicht nur an einem einzelnen Ranking um den besten Ruf festmachen. Wichtigere Faktoren sind oft bevorzugte Forschungsgebiete, die Stadt oder der NC.