News aus der Studenten- & Uniwelt

Infos rund ums Studium

Vision Clearance Engineer? Regulatory Affairs Manager? Was ist das?

Posted by Professor Recherche

„Und was willst du später damit machen?“ Diesen Satz können die meisten Geisteswissenschaftler nicht mehr hören und wechseln lieber schnell das Gesprächsthema, bevor ihr Philosophie-, Altorientalistik- oder Geschichtsstudium zur Sprache kommt. Denn die ständige Rechtfertigung vor denen, die halt BWL studiert haben oder Ingenieurswissenschaft nervt.

Es gibt aber noch eine ganz andere Gruppe von Studenten, nämlich die, die auf ihre Antwort, was sie denn studieren die Frage „Was ist das denn?“ zu hören bekommen. Es sind meistens Studenten moderner und sehr spezialisierter Studiengänge wie Compliance Officer, Bildungscontroller oder Waste Removal Managager.

Einerseits ist es ja ganz lustig, wenn im Small Talk mal wieder alle nur Bahnhof verstehen, wenn man von seinem Studium berichtet, auf der anderen Seite hat das aber natürlich auch negative Nebenwirkungen. Dass viele der modernen Berufsbilder allgemein so unbekannt sind, führt dazu, dass sich Abiturienten für diese Studiengänge gar nicht erst bewerben. Obwohl sie oftmals gute Berufsperspektiven bieten und vielleicht sogar in das Interessengebiet der potenziellen Bewerber passen würden.

Viele Studiengänge haben aber auch einfach ihre Bezeichnung an den internationalen Markt angepasst und werden deshalb von manchen Interessenten nicht wiedergefunden. Die Mehrzahl der neuen Bezeichnungen für Studiengänge markiert jedoch eine Anpassung an den Wandel der Anforderungen im jeweiligen Beruf. Neue Aufgaben fordern ein neues Bewerberprofil und um dies zu erlangen, lohnt es sich die Studiengangsbezeichnungen ganz genau zu differenzieren. Welche kuriosen Studiengänge noch so zu finden ist, steht auf www.sueddeutsche.de .

Verstand gegen Bauchgefühl – Studienabbruch ja oder nein?

Posted by Professor Recherche

Zukunftsangst, Prüfungsdruck und die Ungewissheit, ob das, was man gerade studiert, wirklich das Richtige für einen ist. Vielen Studenten geht es täglich durch den Kopf, aber der Schritt, sein Studium tatsächlich abzubrechen, ist ein schwieriger, der wohlüberlegt sein will. In den ersten ein, zwei Semestern ist es dabei weniger problematisch, als wenn man bereits einen großen Teil des Studiums hinter sich hat, vielleicht gar vor der großen Hürde des Abschlusses steht. Aber gerade dann kommt oft ein Berg an Arbeit auf die Studenten zu, der sie zum kapitulieren bringt.

Oder die Berufspraxis, die man bislang immer sorglos vor sich hergeschoben hat, wird langsam real und man muss sich mit der Frage beschäftigen: Ist dies wirklich der Bereich, in dem ich den Rest meines Lebens arbeiten will? 24 Prozent eines Studiengangs verlassen die Uni ohne Abschluss – es handelt sich also um keine Einzelschicksale, sondern um ein Problemfeld, bei dem nur im Einzelfall entschieden werden kann, ob es besser ist, auf die Zähne zu beißen und das Studium durchzuziehen oder man auch längerfristig glücklicher wird, wenn man abbricht.

Während für viele zur Schulzeit alles in geregelten Bahnen verlief, muss man an der Universität die Selbstdisziplin üben. Gleichzeitig trägt man auch selbst die Verantwortung für den Weg, den man einschlägt, während man zuvor einfach meist versucht, die bestmögliche Schulbildung zu genießen. Psychologen raten, sich vor dem Studienabbruch einige entscheidende Fragen zu stellen, unter anderem: Liegt das Problem wirklich am Studium? Studiert man das Fach, das man studieren wollte? und Hat man bereits Alternativen im Kopf? Wer mit sich kämpft, für den ist der Artikel unter www.zeit.de garantiert hilfreich!

Kairo – Der Kampf um die freie Universität

Posted by Professor Recherche

Die Studierenden waren die ersten auf dem Kairoer Tahrir, von dem die Proteste gegen das Mubarak Regime ausgingen und die Demokratiebewegungen mehr soziale Gerechtigkeit und Mindestlöhne forderten. Doch die ägyptische Revolution geht weiter. Die Redefreiheit auf dem Campus und die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung auch über Professoren wurde bereits erwirkt. Doch die Studenten sind noch nicht zufrieden. Weiterhin werden Blogger, die sich kritisch über die militärische Situation des Landes äußern, verfolgt und bestraft.

Die Mubarak-Regierung habe das Volk betäubt, so die Studenten. Freie Wahlen des Universitäts-Präsidenten, Forderungen nach wissenschaftlicher Freiheit und die Einsetzung unabhängiger Studierendenvertreter wurden unterdrückt und verboten. Die ersten Absetzungen von nationalistisch geprägten Mitarbeitern rufen bei den protestierenden Studenten jetzt Euphorie hervor und die Hoffnung, dass an diese Stellen nun fähigere Leute kommen werden.

Die Universität Kairo, insbesondere das politikwissenschaftliche Institut, gelten als „Think Tank“ der zukünftigen Demokratie. Unvorstellbar, dass ausgerechnet hier korrupte Lehrende weiterhin arbeiten können, sagen die Studierenden. Sie bringen momentan neue Diskussionsgruppen in Bewegung und hoffen, im Zuge der Revolution auch eine freie Universität schaffen zu können. Einen interessanten Artikel zum Thema gibt es auf www.zeit.de.