News aus der Studenten- & Uniwelt

Infos rund ums Studium

Es muss raus! Schreiben gegen Prüfungsangst

Posted by Professor Recherche

Panik vor Prüfungen – für viele Studenten ist sie ein leider allzu treuer Studienbegleiter; und zwar ausgerechnet dann, wenn es wichtig wird. Besonders ärgerlich ist natürlich, wenn sich Prüfungsängste negativ auf die Leistung auswirken. So werden Aufgaben, die zu Hause noch problemlos erledigt werden konnten, in Prüfungen auf einmal zum Albtraum, da wichtige Gehirn-Areale den Dienst versagen. Ein wahrer Teufelskreis! Leicht erhöhtes Adrenalin soll dagegen für Prüfungssituationen sogar förderlich sein, nur wenn Nervosität in blanke Angst umschlägt, entfaltet sich ihre berüchtigte Bremswirkung.

Eine Möglichkeit, Prüfungsangst abzubauen, haben jetzt die Chicagoer Psychologin Sian Beilock und ihre Kollegen gefunden: Die Angst muss raus! Und das geht am besten, indem man sich die Angst von der Seele schreibt. In mehreren Tests mit Studenten in Prüfungssituationen hat Beilock den Leistungsunterschied zwischen Studenten, die sich die Angst vor der Prüfung von der Seele schreiben durften und Studenten, die mit ihren Grübeleien allein gelassen wurden, verglichen. Im Vergleich zu einem ersten, unbeeinflussten Test schlossen die Studenten, die ihre Ängste zu Papier brachten, um 12 Prozent besser ab! Ein weiterer Test mit einer Gruppe von Schülern bestätigte das Ergebnis.

Manchmal ist es einfacher als man denkt. Bevor man sich mit Beruhigungsmitteln vollpumpt, gibt es also auch einen ganz natürlichen Weg, die Panik abzubauen und Prüfungen mit einem guten Ergebnis zu meistern. Man muss sie sich einfach vorher von der Seele schreiben. Das Gehirn lässt sich, Beilock zufolge, mit einem Arbeitsspeicher vergleichen, dessen Kapazitäten durch aufgebaute Angst reduziert werden. Wer indes glaubt, das Von-der-Seele-Schreiben könne das Lernen ganz ersetzen, liegt wahrscheinlich trotzdem falsch. Weiter zum Artikel auf Spiegel online…

Gibt es eigentlich ein Problem?

Posted by Professor Recherche

Zuweilen wird ja behauptet, das deutsche Bildungssystem könne mit einem Blick über den Tellerrand hinaus drastisch an Attraktivität gewinnen. Es fehlte bislang lediglich die konkrete Blickrichtung, doch – England sei Dank – wissen wir seit einigen Tagen mehr. Die durch Wirtschaftskrise und WM-Sommer ohnehin traumatisierte Bildungselite des Landes verliert derzeit angesichts wohl drastisch steigender Studiengebühren endgültig die Fassung. Wütende Proteste und fliegende Steine machten unlängst noch nicht einmal mehr vor dem königlichen Fuhrpark Halt. Prinz Charles und Camilla höchstselbst traf es, als sie, gerade auf dem Weg ins Theater, einer Horde aufgebrachter Demonstranten in die Quere kamen. Das Gute vorweg: Die Insassen blieben unversehrt. Nur der Wagen ist hin, wobei sich das geschundene Stück Blech, auch dank seiner medialen Präsenz, zum alles überstrahlenden Symbol der Protestbewegung entwickeln dürfte.

Nun ist Gewalt bekanntlich keine Lösung, doch Gründe für studentische Gegenwehr gibt es auf der Insel reichlich. Beträchtlich mehr jedenfalls als in Deutschland, möchte man meinen, wo sich die Bildungsdebatte vor wenigen Jahren bereits an der Einführung von rund 1.000 Euro Studiengebühr pro Jahr entzündete. Um ungefähr denselben Betrag geht es nun auch in England, jedoch pro Monat, was für Eltern und Studierende eine gewaltige Mehrbelastung bedeuten würde. Noch ist nichts beschlossen, doch die Sache ist politisch längst auf den Weg gebracht, maximal 10.700 Euro pro Jahr und Student stehen an. Aus deutscher Sicht ergibt sich hieraus fast schon die moralische Verpflichtung, den Ball in Zukunft deutlich flacher zu halten. Angesichts dessen, was – ganz offensichtlich – in anderen Nationen möglich ist, geht es uns doch noch ganz gut. Oder?

Ein entsprechender Artikel ist am 09. Dezember 2010 auf ZEIT-online erschienen, hier ist der Link…

Deutsche Schüler auf dem Weg nach Pisa

Posted by Professor Recherche

Es verdichten sich die Anzeichen, dass aus den diversen PISA-Schocks der Vergangenheit doch noch eine Erfolgsgeschichte werden könnte. Denn: Deutschlands Schüler haben im internationalen Vergleich aufgeholt, entsprechende Zahlen werden/wurden am 07. Dezember 2010 veröffentlicht. SZ-Redakteur Tanjev Schultz berichtet neben den – formal positiven – Erscheinungen der neuesten Daten jedoch von Begleiterscheinungen, die – ähnlich der Medizin – im Verdacht stehen, das Klassenziel deutlich zu verfehlen. So habe mit Blick auf die neuen Druckverhältnisse an deutschen Schulen der Begriff “Burn-out” längst Einzug in die Klassenzimmer der Republik gehalten.

Gleichzeitig führe die sukzessive Dramatisierung der deutschen Bildungsverhältnisse mittlerweile zu ausschweifendem Kuhhandel zwischen Eltern und Lehrern. Es geht hierbei um Noten, möglichst um gute, schließlich solle wenigstens das eigene Kind den Anschluss an die internationale Bildungselite nicht verpassen. Ein Dreier in Betragen oder ein Vierer in Mathe kann da natürlich hinderlich sein.

Nun wird in diesem Zusammenhang glücklicherweise (noch) nicht von käuflichen Lehrern berichtet, die den satten Vierer noch in einen schlechten Zweier uminterpretieren. Doch wer hätte vor Jahren gedacht, dass die Fußball-WM 2022 in einem vorgeheizten Mini-Backofen namens Katar stattfinden würde? Niemand natürlich, daher darf man durchaus gespannt sein, welche Nebenwirkungen der neue Bildungsstandort Deutschland noch mit sich bringt.

Zum Original-Artikel geht es hier

Der Berg kommt zum Propheten

Posted by Professor Recherche

Mitten hinein in die mal wieder erschreckend kontroverse Diskussion zum Thema Integration senden die Universitäten ein positives Signal. Islamische Religionsgelehrte erhalten nun in Deutschland die Möglichkeit, sich universitär ausbilden zu lassen. Neben den staatlich bezuschussten Akademien in Münster, Tübingen und Osnabrück eröffnen mit Marburg, Gießen und Frankfurt/Main drei hessische Vertreter angehenden Imamen Tür und Tor. Ausgerechnet Hessen, möchte man sagen, wo Ex-Landesvater Roland Koch über mehr als eine Dekade hinweg im Grunde keinen Hehl aus seiner Fremdenskepsis, um es einmal positiv auszudrücken, gemacht hat.

Der bildungspolitische Handlungsdruck muss zuletzt gewaltig gewesen sein, nicht zuletzt Bundespräsident Christian Wulff mahnte unlängst in seiner (großen?) Rede zum 20. Jahrestag der Deutschen Einheit zu mehr Offenheit gegenüber der islamischen Kultur. Lange, zu lange hat es gedauert, bis sich auch in konservativeren Kreisen die Unabkehrbarkeit Deutschlands als Zuwanderungsnation rumgesprochen hat. Nun ist es raus, auch öffentlich, und die verfehlte Integrationspolitik der letzten drei Jahrzehnte kann allmählich begradigt werden. Es gilt fortan, das Verhältnis der Kulturen zumindest zu normalisieren, mehr scheint angesichts der beiderseits bestehenden Vorbehalte vorerst nicht möglich. Horst Seehofer lässt grüßen!

Die Entscheidung für islamische Bildungsangebote an deutschen Universitäten könnte jedenfalls zu einem Wendepunkt werden. Es ist die realistische Chance, der religiösen Wortführerschaft der rund 2.000 in Deutschland predigenden Imame allmählich die Distanz zu nehmen. Die Universitäten haben mit ihren neuen Angeboten eine erfreuliche Vorleistung erbracht. Nun ist es an der Gegenseite, dies durch rege Teilnahme und die damit verbundene Bereitsschaft zum Erlernen der deutschen Sprache zu honorieren. Andernfalls hielten politische Dampfplauderer immer ein willkommenes Argument in Händen, um es beim Wählerfang mit der rechten Keule zu probieren. Damit wäre wahrlich niemandem geholfen.

Einen interessanten Artikel zum Thema und Weiterführendes gibt’s – wie so oft – auf SpiegelOnline. Hier der Link…

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Bafög-Erhöhung: Das Warten hat kein Ende

Posted by Professor Recherche

Neues zum Bafög: Zwar schien die Erhöhung der Ausbildungsförderung um rund zwei Prozent bereits in trockenen Tüchern, doch der Bundesrat stoppte kurz vor der parlamentarischen Sommerpause einen Bundestagsbeschluss, der den Studentinnen und Studenten hierzulande schon zum 01. Oktober 2010 mehr Geld gewähren sollte. “Am Ende geht es um 13 Euro pro Monat”, schreibt ZEITonline in einem Artikel über die anstehende Hängepartie, ein geradezu niedlicher Betrag im Vergleich zu all dem, was derzeit sonst so gewupppt werden muss.


Freilich belaufen sich die jährlichen Mehrkosten für Bund und Länder dann doch auf insgesamt 114 bis 170 Millionen Euro. Aber was – bitteschön – ist das für ein Betrag im Vergleich zu den rund 40 Milliarden Euro, die nun noch einmal als erhöhter Garantierahmen für die 2009 verstaatlichte Pleitebank Hypo Real Estate (HRE) fällig sind? Zusätzlich zu jenen 102 Milliarden (!), die als Bürgschaft bereits nötig waren, um das im Zuge der Immobilienkrise in den Abgrund geratene Finanzinstitut am Leben zu halten.

Nein, man darf als Student derzeit wahrlich nicht den Eindruck haben, landes- und bundespolitisch besonders gefragt zu sein. Die Politik ist zwar stets bemüht, das Gegenteil zu behaupten. Aber glauben kann man es einfach nicht, wenn man die kursierenden Zahlen miteinander vergleicht. Analog dazu warf vor einigen Monaten ein Journalist die Frage auf, was im seit der Finanzkrise üblichen Verteilen von Milliardenbeträgen eigentlich aus der guten, alten Million geworden sei. Nun kennen wir die Antwort: Man muss sich lediglich mit der Bildungspolitik auseinandersetzen, um die Zahl mit den sechs Nullen wiederzufinden. Paradoxerweise tut sich die Politik hier ungleich schwerer, Beschlüsse durchzuboxen als bei der Zahl mit den neun Nullen.

>> Weiter zum ZEIT-Artikel

Bachelor hin, Master im Sinn

Posted by Professor Recherche

Es gibt mal wieder ordentlich Negatives zu berichten aus der deutschen Bildungslandschaft. Tatort ist diesmal Köln, aber die Geschichte könnte – und wird – sich so zuletzt auch in anderen Uni-Hochburgen des Landes zugetragen haben. Doch was ist geschehen? Man nehme einen ambitionierten BWL-Studenten, der sich in der Domstadt zügig und erfolgreich durch seinen Bachelor-Studiengang kämpft. Endnote 2,0! Chapeau, das schafft nicht jeder. Genau genommen schnitten lediglich 20 Prozent seiner Kommilitonen gleich gut oder besser ab. Zu Recht wähnte sich besagter Student nach dem Abschluss auf der Siegerstraße und entschloss sich, den Stress der letzten Monate im wohlverdienten Inselurlaub hinter sich zu lassen, um frisch gestärkt den nächsten Karrieresprung, das Master-Studium, anzugehen. – Natürlich in Köln, natürlich ohne Wartezeit und natürlich ohne irgendwelche Komplikationen.

Dann kam alles ganz anders. Noch im Urlaub ereilte ihn die Nachricht, dass für ihn in Köln kein Platz mehr sei. Die universitären Gremien fixierten die Grenze für die Zulassung bei einem Notendurchschnitt von 1,9, wodurch sich unser Student mit einem Schlag auf der Seite der Verlierer wiederfand. Im Grunde also auf der Seite all derer, die ihr Bachelor-Studium mit weit weniger Aufwand und guten Noten absolviert haben. Nun muss sich unser Student schnellstmöglich einen neuen Studienplatz in einer anderen Stadt suchen, hat Stress, jede Menge Unsicherheit und möglicherweise finanzielle Sorgen.

Liebe Bildungs-Schwadroneure in den Parlamenten auf Länder- und Bundesebene, soll das gerecht sein? Können sich in Deutschland auf einmal noch nicht einmal mehr gute Studenten auf das Wesentliche konzentrieren, ohne von Euren undurchdachten Reformplanungen finanziell und/oder logistisch heimgesucht zu werden? Lösungen müssen her, gerecht und schnell. Andernfalls könnte es sein, dass demnächst nur noch ein Notendurchschnitt von knapp über 1,0 ausreicht, um sicher mit dabei zu sein. Warum, fragt Ihr? Hier ist die Antwort: Ab 2011 greift in den ersten Bundesländern das G8-Abitur, sodass mit einem Schlag gleich zwei Jahrgänge an die Unis drängen. Die Zahl der Master-Bewerber wird somit deutlich in die Höhe schnellen, und es werden – Stand heute – viele Tränen fließen.

>> Weiter zum Originaltext

Es wird eng an den Unis

Posted by Professor Recherche

Im nächsten Jahr wird es ziemlich eng an deutschen Unis. Durch die verkürzte Schulzeit wird die Zahl der Erstsemstler nicht nur vorübergehend steigen, sondern viele Jahre lang hoch bleiben. Dank des Turbo- Abiturs wird der Kampf um die Studienplätze noch härter, und nicht jeder wird das Fach seiner Wahl studieren können. Vielen  Abiturienten bleibt meist nur noch die Möglichkeit, in einem anderen Bundesland zu studieren oder sich für ein weniger beliebtes Studienfach einzuschreiben.

In Bayern und Niedersachsen werden nächstes Jahr die ersten doppelten Abiturjahrgänge entlassen, 2012 folgen Berlin, Brandenburg, Baden- Württemberg und Bremen, 2013 Hessen und das bevölkerungsstarke Nordrhein-Westfalen und erst 2016 Schleswig- Holstein.

Die Bundesländer haben sich zwar vorgenommen, zwischen 2011 und 2015 rund 275.ooo neue Plätze für Studienanfänger zu schaffen. Jedoch wird das wohl nicht ausreichen. Zudem wird mit großer Sicherheit, in den zulassungsbeschränkten Fächern der NC ansteigen, wodurch der Kampf um einen Studienplatz in den beliebten Studienfächern noch härter wird. Bund und Länder wollen die Hochschulen auf den großen Ansturm der Studienanfänger fit machen und Geld bereitstellen. Jedoch kämpfen die Hochschulen mit Planungsschwierigkeiten, einige betrachten den Ansturm sogar als vorrübergehendes Phänomen, welches sich aussitzen lässt. Schändlich!

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Schon (mal) gelesen?

Posted by Professor Recherche

Dass Plagiat im Netz (Copy+Paste) fast zum guten Ton gehört, ist kein großes Geheimnis mehr. Das Ausmaß des Diebstahls fremder Gedanken ist bedenklich und dürfte angesichts der Anonymität und Komplexität des Internets nur schwierig einzudämmen sein. Doch nun schlägt man auch an anderer Stelle Alarm: an den Unis nämlich, jedoch nicht – was in diesem Zusammenhang eigentlich zu erwarten wäre – mit Blick auf die Studenten.

Oh nein! Nun stehen die Profs und Doktoren selbst am Pranger, so geschehen in einem neuen Buch mit dem Titel “Das Wissensplagiat”, mit dem Autor Volker Rieble seinen Kolleginnen und Kollegen teils namentlich auf die Pelle rückt. Als Student müsste man sich an dieser Stelle das Lachen wohl mit Mühe verkneifen, doch dafür ist das Thema fast schon zu traurig.

Beispiel gefällig? Hier ein Auszug aus dem aktuellen SPIEGEL-online-Interview mit “Nestbeschmutzer” Rieble: “Wissenschaftler tragen ihr Wahrheitsstreben gern wie eine Monstranz vor sich her. (…) Meine Fallbeispiele in Serie beweisen: Es handelt sich nicht um unglückliche Ausrutscher in Einzelfällen, sondern um gewohnheitsmäßigen Zugriff auf fremde Lorbeeren. (…) Dieser Missbrauch wird bei Studenten bestraft. Er darf bei Professoren mit Vorbildfunktion kein Kavaliersdelikt bleiben.”

>> Hier geht’s zum gesamten Interview

Geht’s noch?

Posted by Professor Recherche

Dass Politik kompliziert ist, langatmig und zuweilen ungelenk, haben wir ja verstanden und (allzu) stillschweigend akzeptiert. Aber was sich im Moment in Berlin und den Ländern abspielt, ist dann doch eine Nummer zu hart. Ach was: zwei Nummern! Da heißt es seit Jahren, Deutschland müsse und wolle mehr in Bildung investieren, immerhin zehn Prozent des BIP sind jährlich anvisiert. – Ein ehrgeiziges, ein ambitioniertes, ein sinnvolles und genau aus diesen Gründen wahrscheinlich ein zum Scheitern verurteiltes Vorhaben.

Immerhin drei Bildungsgipfel haben Bund und Länder nun bereits verschlissen, um bei exakt KEINER Lösung anzukommen. Respekt, möchte man unseren Politikern ironisch zurufen. Ihr macht das schon! Aber für Ironie ist es leider fast ein wenig spät, denn im Kompetenz- und Geldgefeilsche um die Verbesserung der Bildungsbedingungen in Deutschland tun sich scheinbar unüberwindliche Gräben auf. Die öffentlichen Kassen sind leerer denn je, und zerstritten sind Regierung und Opposition sowieso (soweit nichts Neues). Dass es derzeit aber auch in der Regierung selbst zugeht wie im Zoo, lässt nichts Gutes erahnen – weder für Deutschland, noch für die Bildung.

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Jura und ich, wir haben uns auseinander gelebt

Posted by Professor Recherche

Jeder fünfte Student schmeißt sein Studium hin. Bei knapp einem Drittel sind nicht bestandene Prüfungen und zu hohe Anforderungen der Hauptgrund für den Studienabbruch. Weitere Gründe sind Geldsorgen und die Unzufriedenheit über die Studienbedingungen, welche die Studenten schnell verzweifeln lässt. Oftmals bietet das Studium keine Orientierung und die Professoren vermitteln nicht richtig, dass das erlernte für den späteren Beruf wichtig ist.  Für viele ist das Studium eine Irrfahrt ohne Ziel. Ziele die man sich zu beginn des Studiums gesetzt hat schwinden und neue sind nicht in Sicht. Und das Gefühl nicht anzukommen, lässt die Studenten verzweifeln.

Rund 21% der Studenten verlassen die Uni ohne einen Abschluss. Die jüngste Studie zeigt auch, dass die Einführung der Master-& Studiengängen für einige Studienfächer nachteile gebracht haben. Zum Beispiel profitieren die Geisteswissenschaften von dem neuen System, da es eine neue Struktur und ein Ende des Einzelkämpfertums gebracht hat. Jedoch ist die Abbrecherquote, bei den Ingenieur- & den Naturwissenschaftlern deutlich angestiegen, seit Einführung der neuen Bachelor-& Masterstudiengänge.

Viele Unistädte haben auf die stetig steigende Zahl der Studienabbrecher reagiert. Wie etwa die Uni- Stadt Münster, die spezielle Abbrecherseminare anbietet. Wenn die Studenten an der Uni fremdeln oder eine neue Perspektive brauchen können sie solch einen Kurs besuchen. Oftmals haben die Studenten sich für ihr Studienfach aus diffusen Interesse am Fach oder aus Vernuft dazu entschieden. Was aber nicht immer der persönliche Neigung entspricht und der Grund ist, warum die Motivation schon meist nach dem ersten Semester nachlässt.

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